Das Weinland

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Rumänien (România) liegt am Schwarzen Meer, zwischen Mittel- und Südosteuropa und erstreckt sich 238.391 km² über den Karpatenbogen bis zur Pannonische Tiefebene. Das Land grenzt im Süden an Bulgarien, im Westen an Serbien und Ungarn, im Nordenosten an die Ukraine und im Osten an Moldavien. Die Bevölkerung Rumäniens beträgt ca. 19 Millionen Einwohner und die rumänische Hauptstadt ist Bukarest.

Das Klima ist kontinental, im Einflussbereich der Donau gemäßigter und noch etwas milderer an der Schwarzmeer-Küste. Der Boden ist vielfältig: sandiger Schlammerde, Kalkstein, Löß. Oft anzutreffen sind Braun- und Schwarzerden. 28 lange Flüsse sorgen für eine gleichmässige Bewässerung des ganzen Landes.
Das Weinland Rumänien umfasst heute rund 225 000 Hektar. Acht Weinbauregionen sind in verschiedenen Weinbaugebieten unterteilt, die jeweils charakteristische Weine liefern. Transsylvanien („die Mosel Rumäniens“) ist als Herkunft des Silvaners bekannt und gilt als Zentrum für rumänische Weißweine. In der Moldau werden süße, aromatische Weißweine erzeugt, u.a. der bekannteste Wein Cotnari, der hier bereits seit 600 Jahren produziert wird. Oltenia („kleine Walachei“) und Muntenia („große Walachei“) liegen im Süden Rumäniens, zwischen den Karpaten und der Donau. Hier erstreckt sich eins der bekanntesten Anbaugebiete, Dealu Mare (Großberg), wo internationale Rotweinrebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir neben der einheimischen Feteasca Neagra (Schwarze Mädchentraube) angebaut werden. Dobrogea (Dobrudscha) ist aufgrund des langen Herbstes für den Anbau von Weißweinen aus Rebsorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Gris, Welschriesling oder Muskateller geeignet. In Banat, im Westen Rumäniens, so wie in Crisana und Maramures, im Norden des Landes, werden die Reben – sowohl internationale als auch einheimische – meist von privaten Winzern und kleinsten Weingütern angebaut.

Die Weinbaugebiete der Weine spielen bei den Bestimmungen der Qualitätsklassen eine wichtige Rolle: DOC (Qualitätsweine aus einem bestimmten Anbaugebiet mit kontrollierter Herkunft) und DOCC (gehobener Qualitätswein mit kontrollierter Herkunft). Zusätzlich gibt es die Sonderklassifikationen Spätlese, Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese.

Unter den etwa 60 einheimischen Rebsorten, die es in Rumänien gibt, ist Feteasca Alba (weiße Mädchentraube) führend. Feteasca Neagra ist die Grundlage für hoch qualitative Rotweine. Gute Qualitäten liefern auch die Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir. Insgesamt entfallen ca. drei Viertel der Produktion auf Weißwein und lediglich ein Viertel auf Rotwein.

Bedeutende einheimische Rebsorten aus Rumänien

Weißwein

Feteasca Alba

Feteasca Alba

  • Feteasca Alba und Feteasca Regala („Königliche Mädchentraube“) sind die meist angebauten Rebsorten in Rumänien. Der Wein ist charaktervoll wie der Gewürztraminer, mit einem Pfirsich- oder gar Aprikosenaroma, das an einer Muskatellerabstammung erinnert. Feteasca Alba und Feteasca Regala suggerieren etwas Lebhaftigkeit und Beschwingtheit.
  • Francusa eine kräftige, angenehme Säure macht die frischen Weine der Francusa leicht erkennbar. Die Farbnuancen reichen von grünlich-gelb bis strohgelb, die Aromen erinnern an reife Trauben. Die Trauben werden auch für die süßen Cotnari Weine verwendet.
  • Grasa Hauptbestandteil des süßen Weins von Cotnari. Die Traube erreicht alkoholstarke, vollmundige, nicht unbedingt süße Weine mit kräftiger Farbe, die eine Verwandtschaft mit dem Tokajer vermuten lässt.
  • Kramposie stammt aus Rumänien wo sie im Weinbaugebiet Dragasani verbreitet ist. Die angenehme Säure und das Apfel- und Birnenaroma ergeben Weine, die zu jeder Gelegenheit passen.
  • Tamaioasa Romaneasca (Rumänische Weihrauchtraube) Das außerordentliche Aroma der »Weihrauchtraube« erinnert an frisch gemahlenem Kaffee. Sie ist ein echtes Original mit manchmal ungeheuer hohen Mostgewichten, jedoch stets mit genügend Säure und bringt gute, traditionelle Süßweine hervor. Tamaioasa ist eine der wenigen, noch lebendigen altrumänischen Rebsorten.

Rotwein

Feteasca Neagra

Feteasca Neagra

  • Babeasca Neagra: Babeasca Neagra ist eine sehr alte, rumänische Traubensorte. Sie wird vorzugsweise in der Weinregion Moldau (Odobesti, Costesti, Panciu) angebaut, ist aber auch in den Weinbergen im Süden dieses Gebietes anzutreffen.
  • Feteasca Neagra: Rumäniens bekannteste Rotweintraube liefert im Allgemeinen jung zu trinkende Rot- und Roséweine, die manchmal nach Beaujolais-Art zubereitet werden. Sie wächst überall im Land, vorwiegend aber an den Osthängen der Karpaten.