Geschichte

Nach archäologischen Befunden wurde bereits vor 6.000 Jahren an der Schwarzmeerküste Rumäniens Wein angebaut. Homer erwähnte im 8. Jahrhundert in seiner Ilias die thrakischen Weine und der griechische Geschichtsschreiber Herodot (482-425 v. Chr.) berichtet vom Weinhandel der Griechen an der Schwarzmeer-Küste. Rumänische Historiker erzählen über die Ausfuhr von rumänischen Weinen in europäischen König- und Fürstenhöfen in Warschau und Wien so wie nach Stalingrad und nach Ägypten oder in die Türkei.
Im 12. Jahrhundert wurde der Weinbau von deutschen Siedler belebt, die aus verschiedenen deutschsprachigen Weinbaugebieten ins Land kamen.

Im 19ten J.h. waren die Bestände der Anbaugebiete in Rumänien aufgrund Rebkrankheiten stark reduziert. Nach der Erholung der Rebsorten betrug die Anbaufläche bis zu 72 000 Hektar und lieferten eine Produktion von über 1 500 000 Hl Wein im Jahr. Das Ende des Ersten Weltkrieges führte zu einer Verdoppelung der Anbaugebiete und zu einer Verschlechterung der Qualität durch den Anbau nichtedler Rebsorten. Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg förderte der Agrarminister C. Garifild die Verbesserung der Qualität der Weine, indem er gesetzlich den zunehmenden Anbau edler Rebsorten unterstützte und die nichtedlen Rebsorten durch eine verstärkte Kontrolle eingrenzte. So wurden bis zum Jahr 1938, 500 000 Hektar edle Rebsorten in kontrollierten Anbaugebieten kultiviert, während die Anbauflächen mit nichtedlen Rebsorten sich auf 170 000 Hektar beschränkten.

Im 20. Jahrhundert wurde der französische Einfluss immer spürbarer und die einheimischen Sorten gerieten in Vergessenheit. Im kommunistischen Rumänien wurden die Weingüter bis auf wenige Ausnahmen verstaatlicht und man pflanzte wieder einheimische Reben an.